Werkstatt Vielfalt

Projekte des Monats

Hier stellen wir Ihnen jeden Monat gelungene Projekte vor, die im Rahmen des Programms »Werkstatt Vielfalt« gefördert wurden.

April 2017: »Sprachmiteinander um Afro-Mülheim« – Pidgin-Englisch verbindet Kulturen

Dieses interkulturelle Sprachprojekt für Studierende am Englischen Seminar der Ruhr-Universität Bochum und subsaharisch-afrikanische Migrant/innen, die in erster und zweiter Generation in Mülheim leben, schuf bei den Studierenden ein Bewusstsein für die spezifischen sprachlichen Herausforderungen der afrikanischen Migrantengruppe. Die jungen Migrant/innen wiederum setzten sich kreativ mit ihrer Mehrsprachigkeit auseinander und wurden für die Bedeutung einer guten Sprachbeherrschung für Schule und Beruf sensibilisiert. Im Rahmen verschiedener Aktivitäten befassten sich die Teilnehmenden mit den charakteristischen sprachlichen Eigenschaften der Gemeinschaft. Dazu dienten Gesprächsrunden und gemeinsame Unternehmungen wie Musikworkshops und eine Fotoreportage. Eine abschließende Ausstellung wurde in der Volkshochschule und der Universitätsbibliothek gezeigt...mehr

März 2017: »Gelebte Geschichte«
Stadtgespräch zwischen den Generationen in Krefeld

Das Projekt richtete sich an Studierende der Hochschule Niederrhein, die außer der Lage des Campus kaum Bezug zur Stadt haben, sowie an Senior/innen, die Krefeld einst als attraktiven Samt- und Seide-Standort erlebt haben. Sie entwickelten gemeinsam einen Aktionstag mit verschiedenen Interventionen im öffentlichen Raum mit gelebten Geschichten zur Stadtentwicklung, die auch die Bewohner/innen mit einbezog. In regelmäßigen Treffen und Workshops mit kreativen Schreibtechniken und designbasierten Methoden entstand eine Ausstellung. Dabei wurden die Studierenden von zwei Mitarbeiterinnen der Hochschule intensiv betreut. Das Vorhaben förderte den Austausch zwischen den Generationen und eine neue Wahrnehmung auf die Stadt als gestaltbaren Raum...mehr

Februar 2017: »Hinter der Lippe«
Ein Geschichtenprojekt rund um Flüsse und Gewässer

In diesem Erzähl- und Begegnungsprojekt für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund sowie für Bürger/innen in Dorsten standen individuelle Biografien und erzählerische Fähigkeiten der Teilnehmenden im Mittelpunkt. In Erzählworkshops stellten sich die Teilnehmer/innen gegenseitig Geschichten rund um Flüsse und Gewässer vor. Ziel war es, über die Geschichten Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den einzelnen Biografien und Kulturkreisen kennenzulernen. In einem »Tagebuch der Dorstener«, an dem alle Bürger/innen der Stadt mitwirken konnten, wurden stadtweit weitere Geschichten gesammelt. Am Projekt beteiligte Jugendliche stellten sich wiederum in Video-Kurzportraits vor und vermittelten persönliche Geschichten aus ihrem Leben. Das Vorhaben förderte  somit erfolgreich einen lokalen Austausch zwischen verschiedenen Generationen und Kulturen...mehr

Januar 2017: »Meine erste Bibliothek«
Buchpatenschaften verbinden Kulturen und Generationen

Das Patenschaftsprojekt für Jung und Alt richtete sich an Grundschüler/innen mit Migrationshintergrund – viele aus sozial benachteiligten Familien – sowie Erwachsene hauptsächlich im Rentenalter aus dem bürgerlich-konservativen Milieu, die zuvor kaum Kontakte zu Migrantenfamilien hatten. Die Paten trafen sich mit den Kindern zu einer wöchentlichen Lesestunde in der Schule. Die gemeinsam gelesenen Bücher bildeten einen Grundstock für eine eigene kleine Bibliothek für jedes Kind. Paten, Kinder und deren Eltern besuchten zudem gemeinsam kulturelle Angebote. Das Vorhaben unterstützte die Kinder in ihrer schulischen und sprachlichen Integration und förderte den Austausch zwischen unterschiedlichen kulturellen Milieus und zwischen den Generationen. Ziel war es, mit der Projektarbeit anhaltende freundschaftliche Beziehungen zwischen allen Beteiligten zu stiften...mehr

Dezember 2016: »Götterfeten«
Ein Projekt zu den Festtraditionen unterschiedlicher Religionen

Das Projekt richtete sich an Kinder im Grundschulalter mit unterschiedlicher kultureller Herkunft und Religionszugehörigkeit. Sie beschäftigten sich kreativ mit den Festtraditionen ihrer unterschiedlichen Herkunftskulturen und entwickelten und erprobten in regelmäßigen Workshops kindgerechte Zugänge zum Thema. Sie wurden von jungen Erwachsenen unterschiedlicher kultureller Herkunft, welche die Workshops im Vorfeld vorbereiteten, sowie von ihren Eltern unterstützt. Die Teilnehmer/innen erschlossen sich mit kreativen und theaterpädagogischen Mitteln andere Weltanschauungen, zum Beispiel: Fotocollagen zum Thema Kirche, Moschee, Synagoge oder Spiele und traditionelle Backrezepte zu den Festen. Das Vorhaben förderte das Verständnis und den Austauschüber unterschiedliche Religionen und kulturelle Traditionen sowie die gegenseitige Wertschätzung...mehr

November 2016: »Geschichte der Immigration in Cuxhaven«
Ein Filmprojekt mit Jugendlichen

Das Medienprojekt richtete sich an Jugendliche mit und ohne familiären Migrationshintergrund, die gemeinsam eine Stadtführung über die Geschichte der Immigration in Cuxhaven entwickelten. Die Teilnehmenden interviewten Familienmitglieder und andere Menschen, die ihnen zum Thema Immigration berichteten. Mit medienpädagogischer Begleitung erkundeten sie konkrete Orte, erstellten sieben Dokumentarfilme, in denen sie subjektive Geschichten mit historischen Ereignissen verbanden. Die Filme wurden im Internet veröffentlicht und mittels einer Faltkarte mit QR-Codes zu einer multimedialen Stadtführung aufgearbeitet. Bei zwei öffentlichen Aufführungen präsentierten die Jugendlichen ihre Filme dem städtischen Publikum. Anschließend wurden die Filme im maritimen Museum und in Schulen präsentiert. Das Vorhaben förderte die Medienkompetenz sowie den Dialog über die Wandlungen der Stadtgeschichte als Ergebnis der Vielfalt von Menschen und Kulturen...mehr

Oktober 2016: »Stadtteilschreiber«
Kreative Schreibwerkstätten im Ruhrgebiet

Das Projekt richtete sich an Schüler/innen der Sekundarstufen I und II an verschiedenen Schulen im Ruhrgebiet. In Kooperation mit studentischen Tutor/innen der Universität enstanden im offenen Ganztag Schreibwerkstätten. In regelmäßigen Treffen setzten sich die Schüler/innen schreibend mit ihrem Umfeld auseinander und verarbeiten ihre Erfahrungen in Kurzgeschichten und Gedichten. Die älteren Schüler/innen, die von den Studierenden als Schülerschreibbegleiter/innen qualifiziert wurden, unterstützten die Jüngeren. Pro Schuljahr enstand so ein Buch, das im Buchhandel erhältlich ist. Zudem fanden Poetry Slams mit den Teilnehmer/innen an den verschiedenen Schulen statt. Das Konzept der Schreibwerkstatt soll langsfristig in das schulische Curriculum und die Hochschulausbildung eingebaut werden. Das Vorhaben förderte die Sprachkompetenz und die kreative Auseinandersetzung mit dem Lebensumfeld...mehr

September 2016: »Coming-out, going out«
Ein Medienprojekt zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt

Dieses Medienprojekt richtete sich an Jugendliche und junge Erwachsene (12-23 Jahre) aus der LGBT*Q-Community in Köln. Im Rahmen aufeinander aufbauender Medienworkshops erarbeiteten die Teilnehmer*innen gemeinsam Videoprojekte, in denen sie sich mit dem Thema »Coming-out« auseinander setzen. Ziel war die Anregung eines Erfahrungsaustauschs innerhalb der Gruppe. So sollten z.B. Jüngere von den Coming-out-Erfahrungen der Älteren profitieren. Darüber hinaus wurde eine Sensibilisierung des sozialen Umfeldes der Teilnehmer*innen sowie der Öffentlichkeit für das Thema sexuelle Vielfalt mit mehreren öffentlichen Videoaktionen erreicht. Durch das Auftreten im öffentlichen Raum erfolgte eine Öffnung der Projektgruppe nach außen und die Themen sexuelle Identität und Vielfalt erreichten eine größere Öffentlichkeit...mehr

August 2016: »Ein Koffer mit Ohren!«
Ein integratives Musik- und Kulturprojekt

Bei diesem Musikprojekt entwickelten 30 junge Menschen aus schwierigen sozialen Verhältnissen, mit Migrationshintergrund oder aus Flüchtlingsheimen mittels Klangcollagen einen musikalischen Stadtplan, der zur Aufführung gebracht wurde. Zum Auftakt gab es eine Veranstaltung »Ich packe meinen Koffer« und eine Kennenlern-Stadtrallye. Anschließend interviewten die Kinder und Jugendlichen Menschen im Stadtgebiet zu ihren musikalischen Vorlieben und sammelten Klänge im öffentlichen Raum. Aus den Ergebnissen wurde von den Teilnehmer/innen ein musikalischer Stadtplan und aus den Geschichten eine durchgehende Handlung entwickelt. In einem Chor- und einem Instrumentalworkshop probte die Gruppe zusammen mit einem generationsübergreifenden Ensemble aus Jugendlichen und Erwachsenen am Musikzentrum Bamberg für eine Aufführung. Die Teilnehmer/innen wirkten an der Darbietung als Musiker/in, Darsteller/in oder Bühnentechniker/in maßgeblich mit...mehr

Juli 2016: »Wir reden mit!«
Politische Mitbestimmung von Jugendlichen fördern

Das Projekt richtete sich an etwa 20 Jugendliche mit Migrationshintergrund (ab 15 Jahre), die vom Verein begleitet wurden. Sie trafen sich regelmäßig, um sich anlässlich der Kommunalwahlen in NRW mit eigenen politischen Partizipationsmöglichkeiten auseinander zu setzen. In ihren Treffen bereiteten sie die geplanten Begegnungen mit politisch engagierten Personen zu unterschiedlichen Themen vor wie zum Beispiel: parlamentarische Entscheidungsprozesse am Beispiel eines jugendrelevanten Themas oder aktuelle politische Entwicklungen und ihre Verortung als Wahlkampfthema. Fachlich begleitet von Honorarkräften trainierten sie ihr Kommunikationsverhalten und ihre Selbstpräsentation. Sie erarbeiteten Fragen für die einzuladenden bzw. aufzusuchenden Personen. Das Vorhaben förderte die Begegnung mit politisch Aktiven und die eigenständige (gesellschafts)politische Partizipation der Jugendlichen als konkrete Möglichkeit, Einfluss auf politische Prozesse zu nehmen...mehr

Juni 2016: »Um die Welt gekocht«
Auf kulinarischer Weltreise in Chemnitz

Das Projekt richtete sich an Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren aus einheimischen und zugewanderten Familien, die in benachbarten Chemnitzer Stadtteilen unter teilweise schwierigen sozialen Verhältnissen leben. Nach einem ersten offenen Kennenlerntreffen wurde ein Interviewleitfaden zum Thema Essen entwickelt. Dieser wurde bei Befragungen von Familienmitgliedern und anderen Menschen aus der Nachbarschaft zu Essensgewohnheiten, Tischsitten und speziellen Koch- und Backrezepten eingesetzt. Daran schlossen sich regelmäßige »Koch- und Backstuben« an, in denen jede/r Jugendliche zum/zur Expert/in wurde und die anderen Jugendlichen mit den kulturellen und kulinarischen Besonderheiten des jeweiligen Herkunftslandes vertraut machte. Die Teilnehmer/innen erstellten ein Kochbuch mit Fotos und Rezepten. Das Vorhaben förderte Verständnis und Verständigung zwischen unterschiedlichen Lebenswelten und das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung...mehr

Mai 2016: »Was macht ihr da?«
Kreative Aktionen in Münster

Das bunte Kunst- und Medienprojekt bezog Jugendliche aus verschiedenen Stadtteilen im westfälischen Münster ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterschiedlicher Herkunft zwischen 14 und 25 Jahren entwickelten Ideen für künstlerische Projekte und Aktionen zur Verschönerung des Stadtraums. Mögliche moderne, urbane Ausdrucksformen waren unter anderem Urban Gardening, Graffiti und Breakdance-Aktionen. Die kreativen Aktivitäten und künstlerischen Ergebnisse wurden umfassend medial dokumentiert: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erstellten Filme von ihren Verschönerungsaktionen und hielten diese in Fotos fest. Ziel des Vorhabens war es, lebensweltorientiert einen niedrigschwelligen und vielfältigen Zugang für junge Menschen verschiedener sozialer und kultureller Hintergründe zu urbanen kreativen Ausdrucksformen zu schaffen. Entsprechend wurden die Aktionsformate in eine Reihe von Straßen-, Stadtteil und Stadtfesten integriert...mehr

April 2016: »HIER«
Herkunft, Identität, Entdeckung (von) Räumen

Das Begegnungsprojekt in Berlin-Wedding führte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund und junge Flüchtlinge zusammen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen aus der Jugendgruppe eines Kiezcafés und aus einer benachbarten Schule. Ziel war die Anregung eines Austauschs zwischen den jungen Menschen mit Migrationshintergrund, die bereits seit längerer Zeit in Deutschland leben oder aufgewachsen sind, und den jungen Flüchtlingen, die Hilfe bei der Orientierung in der neuen Heimat benötigen. Im Rahmen verschiedener Aktivitäten agierten die jungen Migrant/innen als Patinnen und Paten für die jungen Flüchtlinge und unterstützten sie bei der Orientierung im Kiez und in der Stadt. Auf dem Programm standen eine Schreibwerkstatt, gemeinsame Kiez-Ralleys, Stadtteilerkundungen sowie Freizeitpatenschaften. Bei einer Abschlussveranstaltung wurden die Ergebnisse der Projektgruppe präsentiert...mehr

März 2016: »Vielfalt im Portrait«
Weibliche Lebensstile in Frankfurt am Main

Das Vorhaben richtete sich an Mädchen und junge Frauen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft. Sie trafen sich regelmäßig und erstellten Portraits von unterschiedlichen Stadtteilbewohnerinnen, die die Vielfalt und Ressourcen im Stadtteil sichtbar machen. Vorab wurden sie in der Durchführung von Interviews angeleitet und setzen sich mit dem Vielfaltsbegriff auseinander. Im Rahmen eines Workshops lernten sie außerdem die Grundtechniken der Portrait-Fotografie. Die interviewten Bewohnerinnen brachten ihre Lebensgeschichten und Erfahrungen aus dem Beruf oder Engagement ein. Die Gespräche wurden ausgewertet, Texte erstellt und mit den Fotos der Interviewten als Kalenderblätter gestaltet. Bei der abschließenden Ausstellung wurden die Ergebnisse öffentlich präsentiert. Das Projekt förderte die Selbstwirksamkeit der Teilnehmerinnen als aktiv Handelnde, das Verständnis für unterschiedliche Lebensformen sowie persönliche Begegnungen...mehr

Februar 2016: »Ein Gastmahl in Lichtenberg«
Berufsorientierung durch Theater

Das Theater- und Medienprojekt richtete sich an junge Menschen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren mit unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft. Zwei heterogen zusammengesetzte Projektgruppen beschäftigten sich – ausgehend von Platons »Gastmahl« und ihren eigenen Biografien – mit dem Thema »Liebe«: Wie werden Beziehungen gestaltet? Wo findet man überall Liebe und warum ist sie überlebensnotwendig? In regelmäßigen Treffen mit theater- und medienpädagogischer Begleitung nutzten die Teilnehmer/innen darstellerisch-künstlerische Methoden, entwickelten Szenen und Texte mit biografischen Bezügen und planten die dramaturgische Gestaltung der Abschlussveranstaltung. Das Vorhaben förderte den Dialog der Jugendlichen in den Projektgruppen und ermöglichte ihnen, Berufsbilder in den Bereichen Theater, Bühne und Radio kennenzulernen...mehr

Januar 2016: »Hammer Vielfalt«
Ein buntes Mitmachprojekt im Bochum-Hamme

Das Mitmachprojekt »Hammer Vielfalt« schuf durch vielfältige Aktionen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Orte der Begegnung und des Austausches im Stadtteil Bochum-Hamme. Für Kinder im Alter von 8-12 Jahren wurde gemeinsam mit Mitgliedern des Fotoclubs Hamme ein Fotoworkshop durchgeführt, Jugendliche konnten an einer Schreibwerkstatt oder einem Graffitiworkshop teilnehmen und für Familien wurde ein kostenloser interkultureller Kochkurs in der städtischen Familienbildungsstätte angeboten. Zum Abschluss organisierten die Projektleiterinnen unter Beteiligung vieler Kooperationspartner ein großes Familienfest der Kulturen im Bürgerhaus Hamme. Das Vorhaben förderte die Identifikation mit dem Stadtteil, ermöglichte Selbstwirksamkeitserfahrungen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und förderte den interkulturellen Austausch...mehr

Dezember 2015: »Was glaubst denn Du?«
Förderung von interreligiösem Verständnis im Stadtteil

Dieses kreative Religionsprojekt richtete sich an Bewohner/innen verschiedener Altersgruppen aus dem religiös und kulturell durchmischten Hameler Stadtteil Nordstadt – davon der Großteil im Alter zwischen 8 und 14 Jahren. Nach einer Religionsbörse, auf der sich die Teilnehmer/innen über unterschiedliche Religionen informieren konnten, kamen die Teilnehmenden zu wöchentlichen Treffen und Projekttagen in den Ferien zusammen. In verschiedenen Projektbausteinen – Fotografie, Theater, kreatives Gestalten – setzten sie sich mit religiösen Themen auseinander. Das Projekt trug zur interkulturellen Verständigung bei, förderte nachbarschaftliche Beziehungen und die Ausbildung von interreligiöser und intergenerativer Solidarität. Im Projekt kooperierten christliche Gemeinden (evangelisch, katholisch, freikirchlich) mit muslimischen und jüdischen Gemeinden...mehr

November 2015: »Schlag nach bei Shakespeare«
oder: Was hat Shakespeare mit Toleranz und Integration zu tun?

Mittels kreativer Methoden setzten sich rund 130 Schüler/innen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft von zwei Grundschulen und einer Sprachheilschule mit den Themen Toleranz und Integration im Stück »Romeo und Julia« auseinander. Sie fertigen Zeichnungen zu Szenen an, in denen sie Intoleranz entdecken und bereiteten eine »Shakespeare Performance« vor, indem sie in Werkstätten eigene Kostüme und Kulissen anfertigten. Das Projekt ermöglichte einen niedrigschwelligen Einstieg für alle Interessierten. Neben der künstlerischen Auseinandersetzung mit Toleranz und Integration bot das Projekt durch verschiedene Aushandlungsprozesse ganz unmittelbar die Möglichkeit, demokratische Handlungsweisen und das eigene Konfliktverhalten zu erproben...mehr

Oktober 2015: »Wohn(t)räume«
Junge Migrantinnen mischen sich ein

Das Vorhaben richtete sich an Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund, die die Einrichtungen des Vereins »Frauen lernen gemeinsam Bonn e.V.« besuchen. Die Teilnehmerinnen trafen sich wöchentlich, tauschten sich über ihre eigene Wohnsituation, damit verbundene Probleme und Veränderungsbedarfe aus. Mit einem selbst entwickelten Fragebogen interviewten sie Bewohnerinnen und Bewohner mit und ohne Migrationshintergrund, die in den benachteiligten Stadtteilen wohnen. Eine pädagogische Fachkraft begleitete die Gruppe. Die Teilnehmerinnen werteten die Interviews aus und formulierten den daraus resultierenden Handlungsbedarf. In Workshops und öffentlichen Kunstaktionen setzten sie die tatsächliche Wohnsituation und ihre Wünsche auf kreative Weise um und präsentierten die Ergebnisse in einer Ausstellung der Stadtgesellschaft...mehr

September 2015: »Found in Translation«
Ein Foto-Lyrik-Projekt

Das Projekt richtete sich an unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und Jugendliche aus zwei Stadtteilen in München. Die Teilnehmer/innen wurden von einer Medienpädagogin und Literaturwissenschaftlerin, einem Fotografen und von Studierenden fachlich begleitet und im kreativen Schreiben sowie im Fotografieren angeleitet. Die Teilnehmer/innen erkundeten bei regelmäßigen Treffen ihr soziales Umfeld, setzen sich künstlerisch mit ausgewählten Themen und Motiven auseinander und entwickelten Gestaltungsideen für die Darstellung ihrer Umgebung. Das Projekt förderte die produktive Begegnung zwischen Jugendlichen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft, die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen sowie die aktive Kontaktaufnahme mit dem Umfeld. Die künstlerischen Ergebnisse wurden im Rahmen einer Ausstellung öffentlich präsentiert....mehr

August 2015: »Kassel ist schön«
Ein intergeneratives Medienprojekt über schöne Orte

Das stadtteil- und generationenübergreifende Medienprojekt richtete sich an junge Menschen ab 10 Jahren und Senior/innen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft. Als »Generationen- Paare« besuchten sie ihre Lieblingsorte in der Stadt, tauschten sich dazu aus und hielten die persönlichen Geschichten als Foto-Video-Porträts fest. Studierende der Universität Kassel begleiteten das Projekt ehrenamtlich als Betreuer/innen im Rahmen eines Service-Learning-Programms. Die Ergebnisse wurden in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt, im Offenen Kanal ausgestrahlt und können auf der Projekt-Homepage als interaktiver Stadtplan eingesehen werden. Das Vorhaben förderte die Medienkompetenz, wechselseitiges Lernen sowie Verständnis und Toleranz im Zusammenleben unterschiedlicher Generationen...mehr

Juli 2015: »reisegruppe heim-weh!«
Eine performative Stadtrundfahrt

Das Projekt »reisegruppe heim-weh!« zielte darauf, einen künstlerischen Beitrag zum Dialog zwischen Leipziger Bürger/innen und Asylbewerber/innen zu leisten. Wichtig war die Schaffung eines neuen Zugangs zum Thema Flucht und Asyl durch gegenseitiges Kennenlernen. Alteingesessene Bürgerinnen und Bürger sollten die Rolle von Touristen in der eigenen Stadt und Asylbewerberinnen und Asylbewerber die Rolle von Reiseleitern einnehmen, die ihre Sicht auf Leipzig vermitteln. Denn bislang kamen die Neuhinzugezogenen in der medialen und politischen Debatte kaum zu Wort. Die Theaterarbeit sollte ihnen ermöglichen, in Erscheinung zu treten und am Leben in der Stadt zu partizipieren...mehr

Juni 2015: »Hochzeitsmoden und -bräuche«
Ein multikulturelles Fashion-Theater

Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen kamen in diesem Projekt zusammen, um anhand von Hochzeitsmoden und -bräuchen andere Kulturen und den Wandel dieser Traditionen über verschiedene Generationen hinweg kennen zu lernen. Die Teilnehmer/innen wurden in enger Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie Schulen, Jugendeinrichtungen und Streetwork angesprochen. Türkei, Marokko, Russland, Israel, Deutschland und Indien sind einige der Länder, deren Hochzeitskulturen die Teilnehmer/innen durch Recherche, Interviews sowie durch kreative Arbeit über Collagen und Aufführungen kennenlernten. Das Projekt förderte interkulturelle und intergenerative Begegnungen, zeigte Gemeinsamkeiten und Unterschiede in einer zentralen kulturellen Tradition (Hochzeit) auf und regte zum Austausch darüber an...mehr

Ansprechpartner

Björn Götz-Lappe
Tel. (02 28) 6 04 24-12
goetz-lappe(at)mitarbeit.de

Timo Jaster
Tel. (02 28) 6 04 24-17
jaster(at)mitarbeit.de